Max Hansen
Max Hansen wird als unehelicher
Sohn der dänischen Schauspielerin Eva Haller (bürgerlich: Hansen),
und des schwedischen Hauptmanns Schürer von Waldheim am 22.12.1897 in Mannheim
als dänischer Staatsbürger geboren. Er wächst bei Pflegeeltern,
der Familie Bögl in München auf. Schon in der Schule und im Chor der
Hofoper fällt seine schöne Stimme auf, so daß man ihn den "kleinen
Caruso" nennt. Unter diesem Pseudonym hat er bereits vor dem 1. Weltkrieg
öffentliche Auftritte in Paris, St. Petersburg und Kopenhagen. Er erhält
Musik- und Gesangsunterricht in Kopenhagen und München und findet 1914
erstmalig ein Engagement im Münchener "Simplizissimus". 1919
startet er seine Operetten-Karriere im "Theater an der Wien", wo er
von Franz Léhar gefördert wird. 1920 erfolgt sein Debüt im
Berliner Metropol-Theater in "Gräfin Maritza". Ab.1924 tritt
er im "Kabarett der Komiker" in Berlin auf. Seit 1926 macht Max Hansen
Schallplattenaufnahmen; zunächst als anonymer Refrainsänger verschiedener
Orchester auf "Beka", "Vox" und "Derby", später
aber nur noch unter seinem eigenen Namen. Ab 1927 erfolgen regelmäßige
Rundfunk-Auftritte. Auch für den Tonfilm entwickelt er sich zum Multitalent.
Er betätigt sich nicht nur als Sänger und Schauspieler, sondern auch
als Komponist, Texter und Drehbuchautor; so u.a. für den Film "Das
Kabinett des Dr. Larifari" (1930). Es folgen noch 6 weitere Filme. Nach
1933 tritt er in Deutschland nicht mehr öffentlich auf, da er unter den
Drangsalierungen der Nazis nicht mehr arbeiten kann, zumal er durch die Darbietung
einiger Schmählieder über Adolf Hitler bei den Nazis in Ungnade fällt.
Zum Beispiel:" War'n Sie schon mal in mich verliebt ?" Seine weiteren
Engagements führen ihn nach Wien, Stockholm, der Schweiz, Amsterdam, Oslo
und Helsinki, wo er aber nie mehr so ganz an den Erfolg seiner Berliner Jahre
anknüpfen kann. Nach dem Krieg unternimmt er eine Amerika-Tournee, die
ihn nach New York führt. Aber auch nach Deutschland kommt er wieder zurück;
der NWDR holt ihn 1949 einige Tage für Rundfunkaufnahmen nach Hamburg.
1951 tritt er noch einmal in Benatzky's "Weißen Rößl"
in der "Neuen Scala", Berlin auf. Am 13.11.1961 stirbt Max Hansen
in Kopenhagen.