17.1.2023 - Meine erste Aktivität in diesem
Jahr. In der MAZ von gestern war zu lesen, dass ein heller Komet kommen
wird. Es ist Panstarrs C2022C3. Ich wache nachts um 2:00 Uhr auf und es
scheint klar zu sein! Kurz entschlossen gehe ich raus und finde viele
große Wolkenlücken vor.
Nach dem Hochfahren der Sternwarte ist der Komet allerdings von der großen
Tanne im Osten verdeckt. Mit dem 4x10 Fernglas ist nichts zu sehen. Der
Himmel bedeckt sich auch immer mehr und der Himmel wird verschleiert. Ich
warte ab, gehe zwischendurch rein. Erst ab 3:15 Uhr gibt es wieder größere
Wolkenlücken und ich versuche ein paar Aufnahmen. Ich glaube auf einen
Einzelbildern den Kometen zu erahnen, aber richtig gut werden die Bilder
nicht. Um 4:00 Uhr mache ich Feierabend.

Panstarrs C2022C3 20 Aufnahmen mit T7C á2,5 Sekunden, Gain 100%
17.1.2023 - Es geht mit Abell12 weiter - hier
bin ich durch den Astrotreff drauf gekommen. Es wird frostig werden,
dafür ist der Himmel schön klar und ich habe durch gestern schon wieder
Übung im raschen Aktivieren der Sternwarte.
Nach kurzem Test komme ich auf eine Belichtungszeit von 10 Sekunden bei
50% Gain mit der T7C. Der Nebel ist schon auf dem ersten Einzelbild zu
sehen (ahnen).
Ich starte eine Serie mit 250 Aufnahmen und verfolge den Fortschritt aus
dem Haus.
Als ich die nächste Serie starten will, sehe ich einen Spike, der direkt
durch den Nebel reicht.
Der Fangspiegel ist schon mit Reif belegt und Spinnweben sind im Tubus...
Da jetzt Wolken aufziehen, ist es nicht weiter ärgerlich.

Abell12 bei μ Orionis - 30 Minuten bei Gain 50% mit T7C
28.1.2023 - Um 1:00 stehe ich wieder auf, durch
das Dachfenster ist eine große Wolkenlücke zu sehen. Mit dem 10X40
Feldstecher ist ein ovales Nebelchen im kleinen Wagen zu sehen.
Ich starte die Sternwarte und alles klappt wirklich auf Anhieb!
Insgesamt belichte ich anderthalb Stunden auf den Kometen. Es ist eine
schöne, klare Nacht und zum Abschluss lasse ich noch eine Belichtungsreihe
von 22 Minuten auf M81 laufen, um einen Größenvergleich zu haben.

28.1.2023 - C/2022 E3 mit T7C am 2/135 Walimex etwa 5 Minuten bei 50% Gain
belichtet

Animation von sechs Belichtungen á etwa 1,5 Minuten über den gesamten Aufnahmezeitraum

M81 am 28.1.2023 - 22 Minuten á 4 Sekunden bei 50% Gain mit T7C am 2/135 Walimex
30.1.2023 - Ein grauer, windiger Tag. Ich muss
das Netzkabel zur Sternwarte reparieren, an einer Verbindung ist Wasser
eingedrungen und hat den Schutzschalter ausgelöst.
Nachts klart es bei heftigem Wind auf. Ich nehme eine Serie vom Kometen
auf, und experimentiere wieder erfolglos mit der Steuerung der Montierung.
Zumindest scheine ich herausgefunden zu haben, warum das Platesolving in
ASTAP nicht funktioniert - es ist eine falsche Teleskopbrennweite im FITS
Heaader hintelegt.

30.1.2023 - C/2022 E3 im Mondschein
31.1.2023 - Eigentlich will ich abends in der
Sternwarte nur noch mal mit KStars experimentieren, dann gibt es aber nach
einem Gewitter mit Graupelschauern Wolkenlücken. Ich nehme eine kurze
Reihe vom Kometen und anschließend von M42 auf, um das Plate Solving von
ASTAP zu testen. Jetzt ist die richtige Brennweite von der Aufnahmeoptik
hinterlegt und es funktioniert sofort. Wenigstens ein kleiner Lichtblick
im Softwarechaos.
Ein Mail Dialog mit Michael Koch zu den Steuerungsproblemen mit der FS2
unter Linux bringt keine neuen Erkenntnisse.


1.2.2023 - Ich beschäftige mich mit Siril zum
Kometenstacken. Eine gute Anleitung gibt es hier. Der Anfang ist holprig und
fast will ich hinschmeißen. So gut das Toturial ist, einige
"Selbstverständlichkeiten" werden nicht erwähnt, erweisen sich aber als
Hindernisse auf dem Weg zum Erfolg.
Die Sequenzen nehmen viel Platz auf der Festplatte ein und ich muss
tatsächlich die Anzahl der zu bearbeitenden Frames eingrenzen, um zum
Ergebnis zu kommen.

C2022 E3 (ZTF) vom 28.1.2022 - T7C am 135er Walimex - 200 Bilder gestackt mit SIRIL
2..2.2023 - Endlich habe ich es raus, den FITS
Header bei Aufnahmen mit KStars richtig zu beschreiben. Das ist
Voraussetzung dafür, dass die Bilder optimal gestackt werden können.
Am Tag nehme ich ein Flatfield mit dem 135er Walimex und der T7C auf. Der
anschließende Test überzeugt!
Am Abend beginnt es sich wieder zu zuziehen, aber wenigstens ein schönes
Halo können wir sehen.


5.2.2023 - Trotz Vollmond und tiefen
Temperaturen gehe ich raus. Der Laptop will zunächst nicht starten, muss
bestimmt zwanzig mal den Einschalter betätigen, bevor er startet.
Eigentlich will ich den Fledermausnebel aufnehmen, denn es ist sehr klar,
aber der Mond überstrahlt alles. Ich nehme einen Sternhaufen - M41 - den
ich sicher noch nicht fotografiert habe. Als Nächstes M78. Es sind
Notlösungen, nur um die Bearbeitungen zu teste.
Dann will ich auf den Kometen schauen, aber die Position ist weder in
KStars noch in Stellarium sichtbar. Durch die Experimente an der
Installation von KStars sind die Daten weg. Ich suche eine Position mit
Google, gebe sie in die Handbox der FS2 ein und werde fündig! Es steht
jetzt nahe am Fuhrmann. Im Sucher ist nur etwas zu ahnen.
In der Vorschau hat der Komet einen deutlichen Schweif.
Ich nehme 200 Bilder á 2,5 Sekunden auf. Dann ist Feierabend, denn nach
guten zwei Stunden in der Sternwarte bin ich durch gefroren.



C/2022 E3 (ZTF) bei Vollmond mit 2/135 Walimex und T7C
6.2.2023 - Entgegen dem Wetterbericht ist es
klar. Bei einem Spaziergang am Abend freue ich mich über den Abendstern am
klaren Abendhimmel. Als ich dann die Sternwarte öffne, ist die Venus schon
zu tief. Jupiter wabert und flimmert, so dass eine Aufnahme nicht lohnt.
Von Mars nehme ich ein Video auf. Bei einem scheinbaren Durchmesser von
10" ist auch nicht viel zu erwarten.
Bis zum Mondaufgang ist ein kleines Zeitfenster in dem ich versuche, den
Fledermausnebel NGC 1788 aufzunehmen.
In den Einzelaufnahmen ist allerdings kaum etwas wahrzunehmen.
Ein Versuch M79 aufzunehmen schlägt fehl, der Kugelsternhaufen kommt nicht
komplett über die Sternwartenwand...


NGC 1788 Fledermausnebel mit T7C am 200er Newton
16.2.2023 - Ein Blick auf die Sonne mit dem Feldstecher überrascht mich. Es ist richtig viel los. Ich setze den 120er Newton an die 1b und schaue ein wenig. Es ist eine sehr dünne Bewölkung vorhanden und das Seeing ist heftig. Der Ausflug hat aber auf jeden Fall gelohnt. Leider lassen sich die Videos nicht wirklich stacken, auf der Oberfläche gibt es jede Menge Artefakte. Vorzeigbar ist eigentlich nur das Handyfoto durch das Okular:

Sonne am 16.2.2023 mit 120/850 Newton, 15 mm Okular und Samsung S7 Handy
28.2.2023 - Fahre heute in die Dunkelheit um
trotz Mond vielleicht etwas von den derzeit sichtbaren Polarlichtern zu
sehen.
Dazu suche ich mir mit der Lightpollution Seite einen geeigneten Platz aus. Es
ist eine Lichtung in der Nähe vom Forstamt Hammer. Die ist 22 Kilometer
von Mittenwalde entfernt, aber sehr gut geeignet. Man muss sich nur durch
ein schmales Gestrüpp kämpfen, um auf das freie Feld zu kommen. Selbst
jetzt, im Mondschein sind Sterne bis fast zum Horizont zu sehen und nur
eine leichte Aufhellung im Norden.
Wir nehmen mit Antjes Handy einige Fotos auf, aber die Polarlichter
zeichnen sich nicht ab.

28.2.2022 - auf der Lichtung bei Hammer mit Samsung S10 im Nachtmodus aufgenommen
9.4.2023 - Ostersontag. Es scheint richtig klar zu werden und der Mond geht erst gegen Mitternacht auf. Aktuell sind keine Kometen zu sehen und ich muss eine Weile überlegen, welches Objekt ich zum Ziel nehme. NGC 2537 scheint geeignet. Ich nehme insgesamt 300 Bilder á 10 Sekunden auf. Astrometry kann das Fits nicht identifizieren, die Galaxie ist aber schon im Rohbild zu erkennen. Ein Versuch C/2019 U5 Panstarrs aufzunehmen, ist jetzt nicht so erfolgreich, es ist nur ein winziges Nebelfleckchen, aber immerhin habe ich ihn gefunden.

9.4.2023 - NGC 2537 die Bärentatzengalaxie mit 200/1000 Newton und T7C,
50 Minuten bei 50% Gain
am 200/1000
11.4.2023 - Nach richtigem Aprilwetter klart es zur Nacht auf. Es läuft alles reibungslos und ich stelle wieder fest, dass offensichtlich alle beobachtbaren Objekte in der FS2 gespeichert sind. Die Position an KStars wird immer noch nicht korrekt übermittelt, obwohl schon einige Updates durch sind.


NGC 4038 - Antennengalaxie - 42 Minuten bei 50% Gain mit T7C am 20071000
20.4.2022 - Abends klart es auf und obwohl ich
müde bin, gehe ich raus. Ich möchte sehen, was sich mit dem 135er in den
Galaxien in Coma ausrichten lässt und parallel dazu im 200er beobachten.
Die visuelle Beobachtung ist eher enttäuschend, denn es ist so gut wie
nichts zu sehen....
Das Ausrichten des 135er dauert wieder eine kleine Ewigkeit


23.8.2023 - Nach sehr langer Pause bin ich wieder in der Sternwarte
8.9.2023 - Nach einem heißen Tag versuche ich
ein paar schwache PNs zu fotografieren. Das wird nichts, deshalb nehme ich
M71 auf. Mir fällt neben dem Staubfleck auf der rechten Bildseite ein
hellerer Fleck auf. In Stellarium ist dort nichts zu sehen. Gegen 23 Uhr
werde ich so müde, dass ich keine Lust mehr habe. Es scheint auch nicht
wirklich klar zu sein, die Milchstraße ist kaum angedeutet. Am nächsten
Tag starte ich zu dem unbekannten "Objekt" eine Diskussion im Astrotreff.

17.10.2023 - Ab halb Neun klart es auf und ich
gehe raus. Hatte kürzlich was von Abell 3 gelesen und versuche den PN
aufzunehmen. In der Sternwarte erwartet mich eine Sauerei. Auf der
Rückseite war eine Pflanze unter das Dach gewachsen und verblüht. Die
Überreste der Blüten sind auf der ganzen Rückseite verteilt! Das Aufsuchen
der Position des PN gelingt mit Astrometry ziemlich schnell, nach 10
Minuten ist das Bildzentrum an der richtigen Position. Vom Nebel ist
allerdings nichts zu sehen.
Nach mehreren Positionierungen ahne ich, dass der Nebel auf dem Bild ist.
Nach den ersten etwa 150 Einzelaufnahmen und dem Hinzufügen vorn Darks ist
es sicher. Allerdings betaut dann der Fangspiegel und die letzte Stunde
ist für die Katz.

Abell 3 etwa 1h belichtet
23.10.2023 -Möchte noch mal versuchen, etwas
mit der Monochromkamera zu machen. Nachdem ich letztens den Blasennebel
nicht fotografieren konnte, probiere ich es jetzt nochmal. Leider lässt
sich die ASI120MM nicht an das 135er montieren. Es bleibt nur das 50mm
Objektiv. Ab 21:30 reißt es etwas auf und ich kann es versuchen. Nach
einiger Suche entdecke ich in der Vorschau ein Objekt, dass es sein
könnte. Ich starte eine Serie mit dem 50mm Objektiv.
Erst bei der Verarbeitung merke ich, dass das neblige Objekt M52
war.


